Vorbeugung gegen Zeckenbefall

Natürlich ist die einfachste Methode der Vorbeugung die Vermeidung von Gebieten, in denen Zecken sich typischer Weise aufhalten. Also z.B. Gebüsche, hochwachsende Gräser etc. Aber das lässt sich natürlich nicht immer vom Spaziergang ausschliessen. 

Zur Verminderung des Infektionsrisikos aber sollten Hunde und Katzen nach jedem Freilauf gründlich abgesucht und von den drei bis vier Millimeter großen, schwarz oder braun gefärbten Zecken befreit werden. Haben die Blutsauger ihre Opfer erreicht, sind sie oft mehrere Stunden auf der Wirtsoberfläche unterwegs, um eine geeignete Ansaugstelle zu finden. Bevorzugt werden gefäßreiche, dünnhäutige Stellen an Kopf, Hals, Schulter und Achsel. Auch bereits in der Haut verankerte Zecken können noch erfolgreich an der Erregerübertragung gehindert werden. Die Speichelsekretion beginnt frühestens zwei Stunden nach dem Ansaugen.  

Neben der manuellen Zeckenabwehr kommen in der tierärztlichen Praxis speziell gegen Zecken gerichtete Wirkstoffe zur Anwendung. Diese Arzneimittelzubereitungen in Form von Halsbändern,Puder, Spray, Tropflösung oder Badeflüssigkeit können Haustiere in zeckenreichen Arealen wirksam schützen. Sogenannte Hausmittel sind nicht immer zuverlässig, können aber unterstützend bei der Vorbeugung sein. Am bekanntesten ist hier der Einsatz von Knoblauch, entweder in Form von Futterzugabe (pulverisiert oder klein gehackt) oder auch als 'Parfüm' in Form von Einreiben mit einer Mischung aus Wasser und Knoblauchpulver. 

Wer mit seinem Hund eines der Mittelmeerländer, Norditalien, die Südschweiz oder Ungarn bereisen will, sollte die Zeckenbekämpfung ganz oben auf den Urlaubsplaner setzen. In diesen Ländern wird der Erreger der Babesiose durch Zecken übertragen. Im Mittelmeerraum ist zudem eine Doppelinfektion mit dem Erreger der Ehrlichiose möglich. 

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