Die Goldene Zitrone

Goldene Zitrone

verliehen vom Dalmaweb

Das Dalmaweb vergibt seit einiger Zeit den Dalmaward, eine Auszeichnung für besonders wertvolle Hundeseiten.
Wenn hierdurch engagierte Hundeliebhaber zum Weitermachen ermuntert werden sollen, so wird aber damit nicht gleichzeitig erreicht, dass bestimmte Seiten vom Web verschwinden. Solange sich die verantwortlichen Webmaster nicht strafbar machen, gibt es hier wohl auch kein probates Mittel.
Aber unwidersprochen sollte man nicht alles akzeptieren, was sich im Netz herumtreibt. 
Mit einer Aktion 'Müllfreies Web' wäre die Gefahr zu gross, dass noch ein Verein gegründet wird. Also hat sich Dalbert enstchieden, wenigstens seine Meinung kundzutun und verleiht 
'Die Goldene Zitrone'
 
 
Hall of Shame Zitrone
 

Erster Preisträger der Goldenen Zitrone ist:
rassehunde.de

Begründung:

Technik:
Trotz des Einsatzes eines hochmodernen IBM 770X mit 130MB RAM stürzt der Browser immer wieder ab. Die Seiten sind überladen mit instabilen Java-Applets und animierter Fremd- und Eigenwerbung. Sogar die Statuszeile bleibt nicht verschont und wird als Ticker für Werbezwecke eingesetzt. 
Um den nackten Frame zu definieren, schafft es der Webmaster, rekordverdächtige 984 (!) Lines of Code zu verwenden. Zieht man beim Start-Fenster die Leerzeilen ab, erbringt ein HTML-Checker immerhin noch 10% Fehler im Code. Das könnte man ja fast verzeihen (wer hat schon fehlerfreie Seiten?), wenn der Webmaster auf entsprechende Kritik in seinem 'Gästebuch' nicht mit dem Ratschlag reagiert hätte, man solle sich eben mehr Speicher kaufen.

Benutzerfreundlichkeit:
Der Besucher tut sich stellenweise schwer, zwischen einem Seitenverweis und Fremdwerbung zu unterscheiden. Es blinkt und tickert an allen Ecken, so daß es dem Besucher nicht gerade leicht fällt, Information von Animation zu trennen. Einige Links führen auf sogenannte Baustellen (da wird man unter 'Leidige Themen' neugierig gemacht auf 'Vereinsmeierei' und erfährt dort - nach zwei Browser-Abstürzen - : 'noch im Aufbau'.
Der Webmaster ist stolz auf seine rund 1000 Seiten, vergisst dabei aber, dass bei einem solchen Überangebot eine wirkliche professionelle Navigation geboten ist. Quantität alleine bringt es eben nicht.

Netikette:
Unter dieser Überschrift ist die Seite richtig wertvoll: ein Musterbeispiel, wie man es nicht machen sollte.
Abgesehen davon, dass es schon etwas eigenartig ist, wenn anstelle eines Gästebuches die normale e-mail-Routine benutzt wird, ist da noch ein ganz fahler Geschmack: die Einträge werden (z.T. zeilenweise) kommentiert. Wenn es sich dabei um die Beantwortung von Fragen handelt, kann man ja notfalls damit leben. Nicht aber, wenn Kritik auf die überheblichste Art und Weise heruntergemacht wird. Darüber hinaus bleibt bei einer solchen Prozedur natürlich ein berechtigter Zweifel, inwieweit die Originaleinsendung unverändert blieb. 
Ein Beispiel der harmloseren Art: Kommentar auf diesbezügliche Zweifel: Oh ey, soviel Intellegent? Mann ey, dies is abber stark, ey? Gut geschnallt, weiter so!! 

Interessant ist auch die Tatsache, dass sich ein Leser im Gästebuch gar nicht direkt mit dem Verfasser eines Beitrages in Verbindung setzen kann: die e-mail-Adressen der Einsender haben seltsamerweise alle eine Domain namens 'rassehunde.de'. Wer nun die Mail-Routinen kennt, weiss, dass damit jede e-mail beim webmaster@rassehunde.de landet. Zensur auch auf dem Rückweg? Herr Uwe S. hat wohl nicht nur die guten Umgangsformen vergessen, die er als gelernter Kellner haben sollte, sondern er hat wohl ebenso übersehen, dass sich auch in Sachsen-Anhalt seit der 'Wende' bzgl. der Behandlung von Schriftverkehr einiges geändert hat.

Inhalt:
Bei allen möglichen Gelegenheiten fallen zwei durchgängige Eigenschaften auf: Eigenlob und Angriffe auf andere. So unterschreibt der Site-Owner einen Eintrag in ein fremdes Gästebuch mit:
Uwe aus Eurem... einfach tierischen Team bei rassehunde.de und dem gewerblichen Rassehunde- 'Zwinger vom Evaschacht' - der durch den Gesetzgeber autorisierten Zuchtstätte, welche als anerkannter Ausbildungsbetrieb tierschutzrechtlich genehmigt, amtstierärztlich geprüft und gewerberechtlich angemeldet ist. 
Wie gesagt, das war eine Unterschrift!
Für die Autorisierung war also offensichtlich eine Bundestagssitzung nötig und die Auszubildenden stehen unter Tierschutz !? Zutreffend scheint allerdings der Begriff 'gewerblich', obwohl Uwe S. laufend redlich bemüht ist, sich selbst als einen der wenigen 'tierliebenden, verantwortungsvollen' Züchter darzustellen. Bei ca. 30 Zuchthündinnen und bei ausführlichen betriebswirtschaftlichen Ratschlägen zur kostendeckenden Hundezucht kommen einem aber schon ein paar Fragezeichen, wenn eben auf diesen Seiten vom Kauf bei Massenzüchtern und Vermehrern abgeraten wird.
Durch diese überzogene und eigenherrliche Selbstdarstellung verlieren auch die immer wieder vorgebrachten Tiraden auf traditionelle Züchter und deren Verbände (allen voran der VDH) an Gewicht. Ausgenommen scheint da der 'Internationale Club der Rassehundezüchter', von dem aber im Web ausser beim Zwinger vom Evaschacht keine Spur zu finden ist.

Alles in allem:

Wer die vielversprechende URL rassehunde.de hat, sollte etwas mehr zu bieten haben. Der durch viel Werbung und Kommerz entstehende gewerbliche Charakter der Homepage wird durch den Besucher auch auf die Eigenschaften des Zwingers übertragen. Und nach eigenen Worten des Site-Owners zu Recht. 
Die Umgangsformen lassen sehr zu wünschen übrig, die Einstellung zu Andersdenkenden und die Eigeneinschätzung lassen keine positiven Rückschlüsse zu. 
Obwohl alleine schon dadurch mit Sicherheit einige Besucher von einem weitergehenden Kontakt abgehalten werden, meint Dalbert:

Zitrone
.... das ist eine Goldene Zitrone wert! 

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